Übersehene Werke 

Mein persönlicher Classic Kanon

Aktueller denn je


Horst G. Flämig | Moderation


Literatur in Wersten | Mein Lesekreis

 

NO. 1 | 1929

Die sieben Irren | Robert Arlt

Los siete locos 


"Dem Wahnsinn wohnt die Illusion inne, dem Elend entkommen zu können".

RICARDO PIGLIA. (* 24.11.1941; † 6.1.2017. Argentinischer Schriftsteller. 

In diesem schrillen Werk treffen sendungsbewusste Verschwörer*innen auf farblose, abgekämpfte, herumirrende und schlafwandelnde Gestalten. Diese erscheinen besonders empfänglich für die Umsturzphantasien fabulierender, größenwahnsinniger Verschwörungstheoretiker, deren Phantasien bis in unsere Tage widerhallen. 

Literatur in Wersten | Mein Lesekreis

“Die Sieben Irren“ – der knapp 100 Jahre alte Stoff des Argentiniers Roberto Arlt ist heute aktueller denn je. Wie gefährlich sind die Menschen, die verkünden, dass die Welt radikal verändert werden muss. 

Welche Verschwörungstheorien durchziehen und durchsetzen unsere Vergangenheit und Gegenwart?

Die Wiederentdeckung aus dem Jahr 1929

Roberto Arlt zeichnet mit nüchterner Akribie ein Spiegelbild des sich zusammenbrauenden Totalitarismus in Argentinien Ende der zwanziger Jahre auf.​ Der Roman lässt sich gut als Kolumne zur Gegenwart lesen. 


Der Protagonist Remo Erdosain treibt durch die Massen armer Teufel und maroden Gassen von Buenos Aires. Durch Bordelle und Kaffeehäuser. Trifft auf Schäbige und Verrückte. Bis er einer Gruppe sendungsbewusster Verschwörer in die Hände fällt: ein melancholischer Zuhälter, ein apokalyptischer Apotheker, eine lahme Prostituierte, ein gestrandeter Goldsucher.
​Unter der Leitung des "Astrologen" planen die Irren nicht weniger als die Revolution, den großen Umsturz.

Ein Roman aus dem renommierten und legendären Wolfgang Wagenbach Verlag. Dem unabhängigen Verlag für wilde Leser.

Die Münchner Kammerspiele haben auf der Grundlage dieses Buches am  08.12.2022 das Stück L7L - Die sieben Irren uraufgeführt ( Los siete locos) .


Eine Anatomie des Wahns

Es ist eine bemerkenswerte weltliterarische Fügung des Schicksals, dass 1929 sowohl in Berlin wie in Buenos Aires je ein epochaler Roman einen beispiellosen Zeitabschnitt in erschütternden Bildern festhält. In «Berlin Alexanderplatz» macht Alfred Döblin die Großstadt Berlin zum Schauplatz gefährlich brodelnder gesellschaftlicher Unwuchten. ​Arlt geht sowohl in seiner Diktion wie auch inhaltlich weitaus radikaler zu Werke als Alfred Döblin. Döblin macht in seinem Roman die Unterprivilegierte zu seinen Protagonisten. Arlt bringt seine titelgebenden Irren aus allen Schichten der Gesellschaft bei. Vom Apotheker bis zum Zuhälter. 

Aus den Wahnvorstellungen einer bürgerlichen konspirativen Gruppe entspringen verfehlte, totalitäre Putsch-Illusionen und Umsturz-Fiktionen.​Ein exzeptionelles und bizarres Werk. Verschwörerische Gruppen und schon denkt man unweigerlich an Corona-Geschehnisse. Lapsus. Der Roman sollte nicht zu einem bloßen aktuellen Debattenbeitrag und Corona-Roman reduziert werden.


Roberto Arlt

(1900 - 1942)

Foto: © Baldomero Pestana 

Roberto Arlt, 1900 als Sohn gerade erst ausgewanderter Eltern, einer Österreicherin und eines Preußen, in Buenos Aires geboren. In der Familie sprach man Deutsch, auf den Straßen von Buenos Aires lernte er die Gassen- und Gaunersprache »Lunfardo«. Als Autodidakt schrieb Arlt Romane, Erzählungen, Dramen und vor allem zahlreiche Kolumnen über seine Heimatstadt, wo er bis zu seinem frühen Tod 1942 lebte. Daneben versuchte er sich erfolglos als Erfinder, beispielsweise eines unzerreißbaren Damenstrumpfs.
Zu Lebzeiten für seinen ›niederen‹ Stil harsch kritisiert und nahezu unbekannt verstorben, wurde er erst von Julio Cortázar und besonders Ricardo Piglia wiederentdeckt. Heute zählt Roberto Arlt, neben seinem Zeitgenossen und literarischen Antagonisten Jorge Luis Borges, zu den einflussreichsten modernen Autoren Argentiniens. »Die sieben Irren« von 1929 ist sein wichtigster Roman. 

 

NO. 2 | 1946

The Street | Ann Petry

Wie elend die Schwarzen in Harlem lebten. Und hat sich etwas geändert?

Wiederentdeckung einer Legende. 1946 im amerikanischen Original publiziert,  Der Stoff hat bis heute nichts von seiner erschütternden Dringlichkeit verloren. 

Literatur in Wersten | Mein Lesekreis

Ann Petrys Roman "The Street" aus den Vierzigerjahren erzählt ein erschreckend aktuelles Kapitel aus der Geschichte des rassistischen Amerika. 

Ein Buch, aktueller denn je.

"The Street" erzählt die aufwühlende und herzzerreißende Geschichte einer jungen schwarzen Frau im Harlem der 1940er Jahre. 1946 erstmals erschienen, war der Roman ein Sensationserfolg von enormer politischer Brisanz, der sich über 1,5 Millionen Mal verkaufte.

Als alleinerziehende Mutter kämpft Lutie Johnson unerschütterlich für ihre eigene Würde und darum, ihren kleinen Sohn Bubb inmitten all der Armut, Gewalt und rassistischen Verachtung, die sie umgibt, zu einem anständigen Menschen heranzuziehen. Schauplatz ist die 116th Street auf der Upper Westside in Manhattan. Keiner entrinnt dieser verkommenen Welt, in der Menschen zwangsläufig roh und stumpf sind und zu kriminellen Verzweiflungstaten hingerissen werden. Lutie ist entschlossen, den Absprung in ein besseres Leben zu schaffen, doch die Niedertracht der Straße und die Bosheit eines menschenverachtenden Systems stellen sich ihr mit aller Macht in den Weg. 

Warum  überhaupt noch über Hautfarbe sprechen? Und über Geschlecht? Das ist in unseligerweise unvermeidlich. Denn sie sind auf eine derart eindringliche Weise das Thema des Romans, dass nach der Lektüre niemand mehr behaupten kann, nicht zu wissen, was Rassismus ist und wie sich Sexismus anfühlt. 

Ann Petry

(1908-1997)


Foto © Carl Van Vechten/Yale Collection of American Literature, Beinecke Rare Book and Manuscript Library

Ann Petry, die auch als Journalistin arbeitete, starb mit 88 Jahren in Connecticut, wo sie geboren wurde. Im Laufe ihres Lebens hat sie drei Romane, Kurzgeschichten und Kinderbücher geschrieben. Ihr Werk wurde oft mit dem des afroamerikanischen Schriftstellers Richard Wright verglichen, stilistisch liest es sich wie eine Mischung aus Dickens und Daphne du Maurier, gewürzt mit einer Prise Thomas Wolfe. Ihr Roman "Die Straße" erzählt ein Kapitel aus jener Geschichte des rassistischen Amerika, deren Aufarbeitung die Demonstranten in den Städten der USA in diesen Tagen unter anderem einfordern.
The Street war der erste Roman einer afroamerikanischen Frau, der sich über 1,5 Millionen Mal verkaufte.


NO. 3 | 1940

Sonnenfinsternis | Arthur Koestler

Abrechnung mit dem Stalinismus und jeder Form von politischem Totalitarismus. Einer der bedeutendsten politischen Romane des 20. Jahrhunderts 

Literatur in Wersten | Mein Lesekreis

Die Wahrheit über Stalin und den linken Terror.

„Sonnenfinsternis“ von Arthur Koestler war 1940 der erste Roman, der von der politischen Verfolgung unter Stalin erzählte. Den beschriebenen Terror hielten viele Linke für unglaublich – und machten dem Autor schwere Vorwürfe.

Stalins Vorgehen irritierte zu dieser Zeit die linken Intellektuellen. Als Benjamin im Sommer 1938 Brecht im dänischen Skovbostrand besuchte, diskutierten sie auch über die diktatorische Willkürherrschaft in der Sowjetunion. Der linke Terror war ein beunruhigendes Thema.

Genau diesem Thema widmet sich Koestlers Roman „Sonnenfinsternis“. Er wurde 1940 zunächst nur in englischer Sprache veröffentlicht. Alle deutschen Ausgaben basierten in Teilen auf Rückübersetzungen aus dem Englischen, denn das Originalmanuskript galt als verloren. Dass es nun die Basis einer Neuveröffentlichung bildet, ist dem Germanisten Matthias Weßel zu danken, der das verschollen geglaubte Manuskript bei der Arbeit an seiner Dissertation über Koestler in der Züricher Zentralbibliothek unter seinem ursprünglichen Titel „Rubaschow“ fand.



 "Ich habe gedacht und gehandelt, wie ich mußte. Wenn ich recht behalte, habe ich nichts zu bereuen. Wenn ich unrecht habe, werde ich bezahlen." Worte des ehemaligen Volkskommissars Rubaschow, der einst der russischen Revolution diente und nun des Verrats angeklagt ist. Ein Mann, der nach vierzig Jahren Parteizugehörigkeit reflektiert, was es heißt, Individuen zu opfern zugunsten der Gemeinschaft. Und der bis zu seinem Todesurteil im Gefängnis sitzt und eines Tages erkennen muss: Ich habe recht behalten, doch ich muss trotzdem bezahlen. 

 

Arthur Koestler

(1905-1983)

Arthur Koestler, geboren am 5. September 1905 in Budapest, gestorben am 3. März 1983 in London. Schulbesuch in Budapest und Baden bei Wien, 1922 Beginn eines Maschinenbaustudiums. 1927 Ullstein-Korrespondent in Palästina, anschließend als Journalist in Paris und Berlin. 1931 Eintritt in die Kommunistische Partei und einjährige Reise durch die Sowjetunion; im Spanischen Bürgerkrieg 1937 festgenommen und zum Tode verurteilt. 1938 unter dem Eindruck der Moskauer Prozesse Austritt aus der KP. 1939 in Frankreich interniert; Flucht nach England. In den fünfziger Jahren Rückzug aus dem politischen Journalismus und Beschränkung auf literarische Arbeiten und wissenschaftliche Publizistik. Suizid angesichts einer unheilbaren Erkrankung.

 

Arthur Koestler zählte zu den namhaftesten und politisch einflußreichsten europäischen Journalisten seiner Zeit. Seinen internationalen Rang als Schriftsteller begründete der Roman „Sonnenfinsternis“, eine Abrechnung mit dem totalitären Kommunismus und nach wie vor eines der grundlegenden Werke der politischen Literatur des 20. Jahrhunderts. 

NO. 4 | 1976

Der Kuss der Spinnenfrau | Manuel Puig

Ein Kultroman. Ein Kultfilm mit William Hurt. Auf Opernbühnen, in Theater- und Musicalhäusern in Szene gesetzt. 

Literatur in Wersten | Mein Lesekreis

Zwei Häftlinge, Zellengenossen, haben einen Zeitvertreib für die langweiligen Abende gefunden: Molina, der wegen Päderastie zu acht Jahren Gefängnis verurteilt ist, erzählt dem aufgrund linksextremer Aktivitäten inhaftierten Valentín Arregui in aller Ausführlichkeit alte Hollywood- und Ufafilme.
Als Arregui medikamentös verdorbenes Essen erhält, das seinen physischen und moralischen Widerstand brechen soll, pflegt ihn Molina.
Mit zunehmender körperlicher Schwäche verringert sich Valentíns Unvermögen, Dienste anzunehmen, die eigene Abhängigkeit anzuerkennen, Angst zu verraten, dankbar zu sein. Er begreift, dass Molina ihn liebt, und gibt dieser Liebe Antwort.
Puig hat sich in diesem fast nur in direkter Rede geschriebenen Roman zwei Themen gestellt. Er schildert Terror und Willkür der Polizei (der Roman war in Argentinien verboten und führte zu Puigs Ausweisung) und gibt eine durch ausführliche wissenschaftliche Fußnoten unterstützte konkrete Darstellung homosexueller Liebe. Ohne den "klassischen" Helden, den Revolutionär, zu schmälern, macht Puig deutlich, dass er eine zweite, menschlichere Art des Heldentums schätzt, ein nicht der abstrakten Idee, sondern dem konkreten Mitmenschen geltendes äußerstes Opfer. 

Ihre unglückseligen Neigungen haben die beiden ins Junta-Gefängnis gebracht, und nun müssen sie ihr Schicksal in einer gemeinsamen Zelle aussitzen, obwohl sie sich eigentlich gar nicht ausstehen können.

Der Macho-Aktivist Valentin ist in die Revolution vernarrt und erregt sich bei dem Gedanken an permanenten Kampf zur Befreiung der unterprivilegierten Klassen. Molina hingegen, der schwuchtelige Schaufensterdekorateur, treibt es mit minderjährigen Knaben zu weit und berauscht sich an abgestandenen Kinodrogen aus den Illusionsfabriken von Babelsberg bis Beverly Hills.

Wie dieses ungleiche Paar dennoch eine Seelenverwandtschaft entdeckt und sogar eine Art körperlicher Beziehung entwickelt, beschreibt der argentinische Erzähler Manuel Puig, 54, in seinem 1976 erschienenen Roman »Der Kuß der Spinnenfrau«, der seither in 14 Sprachen übersetzt worden ist. 

Manuel Puig

(1932-199o)

Manuel Puig wurde 1932 in der argentinischen Provinzstadt General Villegas geboren. Schon früh zeigte sich seine Begeisterung für das Kino und die Vorliebe für Melodramen des Hollywoodfilms der dreißiger und vierziger Jahre. Er studierte auf Drängen der Eltern zunächst Architektur in Buenos Aires, wechselte aber bald in die Fakultät für Philosophie und Literatur.

1956 reiste er mit einem Stipendium des »Centro Sperimentale di Cinematografia«, der bedeutendsten italienischen Filmhochschule, nach Rom, wo er bei Vittorio De Sica und Cesare Zavattini lernte und Drehbücher zu schreiben begann. Zwischen 1961 und 1962 arbeitete er als Regieassistent bei verschiedenen Projekten in Rom und Buenos Aires mit.

Nach Aufenthalten in London und Stockholm zog er 1963 vorübergehend nach New York, wo er seinen ersten Roman, La traición de Rita Hayworth (1968, dt. Von Rita Hayworth verraten, 1976), schrieb. Der Fortsetzungsroman Boquitas pintadas (1969, dt. Der schönste Tango der Welt, 1975) entwickelte sich bald zum Bestseller. Mit seinen anfänglich als Kitschliteratur verschrieenen Romanen durchbrach er die Grenzen zwischen sogenannter »hoher« und »niederer« Literatur.

Weltweiten Ruhm erlangte Manuel Puig mit der Verfilmung seines Romans El beso de la mujer araña (1976, dt. Der Kuß der Spinnenfrau, 1979) durch den Regisseur Héctor Babenco, 1985. Eine Bearbeitung für die Bühne hatte Puig bereits 1981 vorgenommen. Von der argentinischen Militärregierung wurde das Buch verboten, woraufhin Puig seine Heimat endgültig verließ.

Er zog nach Mexiko, lebte einige Jahre in New York und Rio de Janeiro, wo er den Roman Sangue de amor correspondido (1982, dt. Herzblut erwiderter Liebe, 2000) auf Portugiesisch schrieb, und kehrte ein Jahr vor seinem frühen Tod im Jahre 1990 nach Mexiko zurück. 

Literaturverfilmung | Brasilien/USA 1985 

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Einfühlsam inszenierte und hervorragend gespielte psychologische Studie, die auf vielschichtige Weise Sehnsüchte des Menschen und sein Recht auf Träume, Achtung und Individualität behandelt. - Sehenswert.

NO. 5 | 1925

Manhatten Transfer | John Dos Passos 

John Dos Passos wurde 1896 in Chicago geboren. Er studierte in Harvard und ging nach dem Abschluss 1916 nach Europa. Als Kunststudent in Spanien begann er zu malen und zu schreiben; unter dem Eindruck des Ersten Weltkrieges verfasste er zwei pazifistische Romane, bevor er mit dem multiperspektivischen Großstadtpanorama Manhattan Transfer 1925 den amerikanischen Roman revolutionierte. Später engagierte er sich im Spanischen Bürgerkrieg auf Seiten der Republikaner. Er gilt neben Hemingway, Faulkner und Fitzgerald als einer der wichtigsten Vertreter der amerikanischen Moderne. Seine Romane beeinflussten weltweit zahlreiche Schriftsteller, namentlich inspirierte Manhattan Transfer Alfred Döblin zu seinem großen Roman Berlin Alexanderplatz. John Dos Passos starb 1970 in Baltimore.. 

Der Roman ist panoramisch, filmisch, eine beeindruckende Collage modernen Lebens, voller Episoden und Brüche. Dos Passos' Kamerablick setzt das Dokumentarische neben das Erleben seiner fiktiven Figuren; er verfolgt sie durch das Dickicht der Stadt, überlässt es jedoch dem Leser, seine Schlüsse aus ihrem Lebenskampf zu ziehen. 

Manhattan Transfer, zum ersten Mal 1925 erschienen, ist ohne Zweifel der Roman, in dem die Großstadt New York – als Existenzform, als Verheißung, als Anfall und Delirium – literarische Wirklichkeit geworden ist. ("Die Zeit") 

Literatur in Wersten

Manhattan Transfer gehört zu den großen revolutionären Romanen des 20. Jahrhunderts. Durch eine Fülle von Schauplätzen und Charakteren lässt Dos Passos ein schillerndes Porträt des urbanen New Yorker Dschungels entstehen. Die Figuren des Romans – ein junger Einwanderer, ein Gewerkschaftsführer, ein Mörder, ein Karrierist, eine nach Selbstständigkeit strebende Frau, ein sensibler Alkoholiker und andere – scheinen aus der unbestimmbar großen Masse der Stadtbewohner herausgerissen, um irgendwann wieder in ihrem Gewühl unterzugehen. Der eigentliche Protagonist des Romans ist jedoch die Großstadt New York – eine immense, anarchische Macht, der alle ausgeliefert sind. 

"Ein klassisches Werk ist ein Buch, das die Leute loben, aber nie lesen"

Ernest Hemmingway