Die Mutterrolle in der Literatur
Die Mutterrolle in der Literatur wandelt sich von idealisierten Heiligenfiguren oder bösen Stiefmüttern hin zu vielschichtigen Darstellungen, die Ambivalenzen, Care-Arbeit und mentale Belastungen thematisieren. Sie schwankt oft zwischen Extremen wie „Supermom“ und „Rabenmutter“, wobei moderne Literatur zunehmend die Vereinbarkeit von Mutterschaft und Selbstverwirklichung hinterfragt.
ALLE MEINE MÜTTER
Lena Gorelik
Lena Gorelik hebt ein zentrales psychologisches Phänomen hervor: die dauerhafte Präsenz der Mutter im Inneren des Individuums.
rowohlt verlag, hamburg | 2026
SO VOLLER LEBEN | ÜBER MEINE MUTTER
Pascale Hugues
Pascale Hugues erzählt die Geschichte ihrer Mutter zwischen Liebe, Krankheit und Schweigen.
rowohlt verlag, hamburg | 2026
KÖNIGIN DER NACHT
Lukass Bärfuss
In diesem Werk widmet sich der Schweizer Autor in Form eines autobiografischen Essays dem Leben seiner Mutter und der Brutalität seiner eigenen Kindheit. Erzählt wird von einer Mutter ohne Bildung und Perspektiven, die sich selbst als „Rabenmutter“ bezeichnete. Für sie war das Kind eine Fessel. Sie vernachlässigte den Sohn, der schließlich auf der Straße landete. Bärfuss versucht nüchtern zu ergründen, wie es zu dieser Kälte kommen konnte und betrachtet die Umstände der damaligen Gesellschaft.
rowohlt verlag, hamburg | 2026